TV Produktionen
Ich produziere für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk – ARD, ZDF, NDR, arte und SRF. Meine Themen reichen von Medizin und Wissenschaft bis zu populären Unterhaltungsdokumentationen. Ob präzise recherchierte Forschungsgeschichte oder unterhaltsames Doku-Format fürs breite Publikum: Im Zentrum steht immer die Frage, wie sich anspruchsvolle Inhalte klar und zugleich packend erzählen lassen.
Für den NDR arbeite ich unter anderem an Formaten wie Landpartie und Visite. Mein Anspruch bleibt dabei unverändert: sauber recherchiert, aus Primärquellen, klar getrennt zwischen gesicherter Erkenntnis, Hypothese und offener Frage.
Amrum- kein Ort für Eile!
2026 NDR Produktion 90 min, 20:15 Uhr.
Deutschlands breitester Sandstrand, kilometerlange Dünen und eine Landschaft, die sich mit jedem Windstoß verändert: Für die NDR-Landpartie habe ich die kleinste der bewohnten Nordfriesischen Inseln porträtiert – und die Menschen, die sie prägen.Ein Künstler, der ausgediente Bohlenwege in Kunstwerke verwandelt. Ein Robbenjäger und Seehundbeauftragter, der zu den legendären Treibgut-Hütten am Kniepsand führt. Ein Koch, der seine Zutaten in den Dünen sammelt. Dazu die „sprechenden Grabsteine" des Friesenfriedhofs, die älteste Windmühle Schleswig-Holsteins und die Erinnerung an die spöttisch besungene Inselbahn. Eine Reise zu nordfriesischen Originalen, verborgenen Geschichten und einer Insel, die klein genug ist, um sie an einem Tag zu durchqueren – und groß genug, um Menschen ein Leben lang zu prägen.
Buch und Regie: Volker Ide · NDR-Landpartie
Traumhäuser im Norden!
2026 NDR Produktion 90 min, 20:15 Uhr.
Wohnen im Supermarkt
Jahrelang stand der alte Spar-Markt in Elmshorn leer: abgeklebte Scheiben, graue Betonflächen, ein trostloser Ort mitten im Viertel. Heute hallen dort Bohrhämmer und Sägegeräusche, die Familie Lorenz verwandelt den ehemaligen Supermarkt in ihr ganz persönliches Mehrgenerationenhaus.Das blaue Mehrgenerationen-Traumhaus: Heike, Olaf, Finja und Tom ziehen hier ein."Das war immer unser Traum - zusammen mit unserer Tochter Finja und unserem Schwiegersohn Tom unter einem Dach zu leben", erzählt Olaf Lorenz. Zwei große Wohnungen sollen im früheren Verkaufsraum entstehen. Das Besondere: Ein Atrium in der Mitte verbindet beide Wohneinheiten. "Hier war früher die Obst- und Gemüseabteilung. Heute wird das unser gemeinsamer Garten im Haus."Vom Markt zum WohnraumDer Weg dahin ist jedoch alles andere als einfach. Die alte Betondecke muss weichen, neue Wände entstehen. Kabel, Rohre und Baustaub liegen überall. "Vor allem die Elektrik ist eine Riesenherausforderung. Nichts entspricht mehr den heutigen Standards", erklärt Schwiegersohn Tom Haberl. Vieles übernimmt die Familie selbst. Auch beim Fußboden gibt es Überraschungen: "Nicht jede Fliese passt zum neuen Belag - wir mussten mehrfach umplanen", ergänzt Tochter Finja. Was nicht passt, wird passend gemacht.Trotz aller Hürden bleibt die Familie optimistisch. Aus dem einst tristen Markt soll ein helles, modernes Zuhause werden - mit großen Fensterflächen, die Licht hineinlassen, und dem Atrium als Herzstück des Hauses.Ein Haus für GenerationenFür die Lorenzens ist das Projekt mehr als ein Bauvorhaben - es ist ein gemeinsamer Lebensentwurf. "Wir wollen füreinander da sein, die Enkel sollen hier aufwachsen können, und trotzdem hat jeder seine eigene Wohnung", sagt Heike Lorenz.Aus dem alten Markt entsteht Schritt für Schritt ein neues Zuhause.Noch wirkt die Baustelle weit entfernt vom fertigen Heim. Werkzeuge liegen herum, Böden sind unvollendet, und im Atrium glänzt statt Bodenplatten noch eine kleine "Seenlandschaft" aus Regenwasser. Ob der Einzug tatsächlich wie geplant zu Weihnachten gelingt, bleibt fraglich. "Wir hoffen es, aber es wird knapp", sagt Olaf Lorenz mit einem Lachen.Eines steht jedoch schon jetzt fest: Wo einst Kundschaft mit Einkaufswagen durch die Regalreihen rollte, wächst in Elmshorn ein ungewöhnliches Traumhaus und ein Beispiel dafür, wie leer stehende Gewerbeflächen neues Leben erhalten können.
Autor/inVolker Ide
ARD Room Tour
2026 ARD YOUTUBE Produktion
Gründerzeit-Villa: Ein Zuhause wie aus der Zeitmaschine
Ein Haus wie eine Zeitmaschine: Wer die Villa Charlotte in Bad Harzburg betritt, findet sich plötzlich in der Gründerzeit wieder. Hohe Decken, schwere Möbel, glitzernde Leuchter – jedes Detail wirkt, als sei es einer alten Fotografie entsprungen. Doch was aussieht wie ein Museum, ist das Zuhause von Michael und seinem Mann Sven.
Die beiden haben das 1894 erbaute Haus vor einigen Jahren gekauft und seitdem unermüdlich daran gearbeitet, die Räume im Stil der Gründerzeit um 1880 einzurichten. Möbel, Bilder, Porzellan – alles stammt aus der Epoche. „Wir wollten keinen Stillstand wie in einem klassischen Museum, sondern ein Zuhause, das wir bewohnen – und in dem man zugleich Geschichte spüren kann“, sagt Michael.
Besonders fasziniert sind die beiden vom sogenannten „Weißen Gold“ – Meissner Porzellan des 18. Jahrhunderts. Viele der kostbaren Stücke haben eine lange Reise hinter sich, bevor sie ihren Platz in der Villa fanden. „Jedes Objekt erzählt seine eigene Geschichte“, betont Michael.
Doch das Leben in der Villa Charlotte ist alles andere als museal. Regelmäßig laden Michael und Sven Freunde zu langen Abenden ein. Dann wird in der historischen Küche gekocht, an der großen Tafel gespeist und bei Kerzenschein über Geschichten und Vergangenheit gesprochen. So entsteht eine Atmosphäre, in der die Gründerzeit nicht nur gesammelt, sondern im Alltag gelebt wird.
Während Michael seiner Arbeit als Bankfilialleiter nachgeht, widmet sich Sven inzwischen hauptberuflich dem Haus. Er restauriert Möbel, achtet auf die Details und sorgt dafür, dass die Villa ihren besonderen Charakter behält. Michael ergänzt, wo er kann – vor allem, wenn es um den kulinarischen Teil der Abende geht.
So ist aus einer Villa nicht nur ein prachtvolles Haus geworden, sondern das gemeinsame Lebensprojekt zweier Menschen: voller Geschichte, voller Leidenschaft – und ein Zuhause, in dem Vergangenheit und Gegenwart eine ganz eigene Verbindung eingehen.
Ein Film von Volker Ide (Redaktion), Erik Hartung und Tilo Burmeister (Kamera), Olaf Junior (Ton), Farina Hasak (Schnitt).
PHOENIX EisZeit
2009 Doku Produktion „Phoenix EisZeit“
war eine begleitende Dokumentations- und Berichterstattungsreihe des Fernsehsenders Phoenix rund um den Bau, die Eröffnung und das Leben auf der deutschen Antarktis-Forschungsstation Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Instituts im Jahr 2009.
Hintergrund und Inhalt
Projekt: Die Reihe begleitete den Übergang von der alten, im Eis versinkenden Neumayer-Station II hin zur modernen Neumayer-Station III auf dem Ekström-Eisschelf.
Besonderheiten: Thematisiert wurden die schweren Baubedingungen bei extreme Kälte, das hydraulische Hebesystem gegen das Versinken im Schnee sowie die Isolierung und das Überleben der Überwintersteams.
Autor Volker Ide